Ruling Guide (4) – Monsterkarten Part 1

Yu-Gi-Oh! Trading Card Game

Im heutigen Teil des Ruling Guides schauen wir uns die verschieden Spielkarten an, wobei wir mit den Monsterkarten beginnen. Konkret wird es um die beiden ersten Monsterkartenarten des Yu-Gi-Oh! TGCs gehen: Die Normalen Monster und die Effektmonster. Part 2 und 3 haben es dann ebenfalls in sich. Dort lernen wir die verschiedenen Beschwörungsarten rund um die Ritual-, Fusion-, Xyz-, Snchro-, Pendel- und Link-Monster kennen! Macht euch also bereit spannende neue Dinge kennzulernen!

Aufbau einer Monsterkarte

Schwart Glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs“ – Ein Stufe 8 Effekt-Monster mit der Eigenschaft Licht und dem Typen Krieger

(1) Kartenname

Der Kartenname ist ganz einfach der Name der Karte. Wird der Kartenname im Effekttext erwähnt steht er in Anführungszeichen. In diesem Fall könnte das so aussehen: „Schwarz Glänzender Soldat – Gesandter der Anfangs“.

(2) Eigenschaft

Jedes Monster hat eine Eigenschaft. Diese Eigenschaft ist wichtig für einige Karteneffekte. Es gibt sechs verschiedene Eigenschaften: Finsternis, Erde, Feuer, Licht, Wasser und Wind.

Die sechs verschiedenen Eigenschaften im Yu-Gi-Oh! TCG

(3) Stufe

Um die Stufe eines Monsters zu bestimmen, zähle die Anzahl Sterne. Der „Schwarz Glänzende Soldat – Gesandter des Anfangs“ hat die Stufe 8. Xyz-Monster besitzen keine Stufe. Bei ihnen befinden sich die Sterne links. Die Anzahl der Sterne bei Xyz-Monster legt den Rang des Monsters fest. Link-Monster besitzen gar keine Sterne und damit auch keine Stufe oder Rang. Bei ihnen gibt es dahingegen Link-Pfeile, auf die wir noch genauer im Ruling Guide – Monsterkarten Part 3 zu sprechen kommen werden.

(4) Typ

Ähnlich wie Eigenschaften werden Monster auch in verschiedene Typen eingeteilt. Es gibt allerdings weit mehr Typen als Eigenschaften. Dazu gehören z.B. Krieger, Drache, Hexer, Fee, Ungeheuer und viele mehr. Einige Monster mit bestimmten Fähigkeiten führen hier neben ihrem Typ noch weitere Informationen auf.

(5) Kartennummer

Die Kartennummer ist einzigartig für jede Karte. Sie gibt Aufschluss darüber aus welchem Set eine Karte stammt und kann gerade Sammlern beim Sortieren der Karten helfen. Für das Spielen an sich ist sie nicht relevant.

(6) Effekttextbox

Hier stehen die Effekte, die die besonderen Fähigkeiten des Monsters erläutern und wie man sie benutzt. Beachte: Effekte von Karten können nur genutzt werden, wenn diese offen auf dem Spielfeld liegen. Manche Karten besitzen keinen Effekt. Diese Art von Monster heißen Normale Monster. Anstelle des Effektes steht bei ihnen eine Beschreibung der Karte, die oft eine kleine, nette Geschichte erzählt. Für das Spiel hat diese Beschreibung aber keine weitere Bedeutung.

(7) ATK (Angriffspunkte) / DEF (Verteidigungspunkte)

ATK sind die Angriffs- und DEF die Verteidigungspunkte eines Monsters. Liegt eure Monsterkarte senkrecht, befindet sie sich im Angriffsmodus und es gelten die ATK. Möchtest du ein Monster in die Angriffsposition rufen, lege die Karte immer offen hin. Eine verdeckte Angriffsposition gibt es nicht. Liegt die Karte waagerecht, befindet sie sich im Verteidigungsmodus und es gelten die DEF. Monster im Verteidigungsmodus können nicht angreifen. Es gibt die offene und verdeckte Verteidigungsposition. Hohe ATK und DEF sind im Duell vorteilhaft!

Was ist eine Monsterkarte?

Den Aufbau einer Monsterkarte haben wir jetzt also verstanden, aber was ist denn jetzt genau eine Monsterkarte? Monsterkarten werden zum Kämpfen benötigt und um deinen Gegner zu besiegen. Kämpfe zwischen Monsterkarten sind die Grundlage eines jeden Duells. Des Weiteren haben Monsterkarte oftmals sehr starke Effekte, die es euch ermöglichen z.B. gegnerische Monsterkarten aus dem Weg zu räumen ohne Kämpfen zu müssen!

Es gibt dabei viele verschiedene Arten von Monsterkarten. Hierbei sind auch nicht nur Monster mit hohen ATK von Vorteil, wie das gerade erwähnte Beispiel von Monstern mit starken Effekten zeigt. Ihr braucht also eine gute Balance in eurem Deck! Die beiden „klassischen“ Monsterarten schauen wir uns jetzt an.

Normale Monster

Effektmonster

Die vier Effekt-Kategorien sollen euch natürlich nicht vorenthalten werden.

Permanenter Effekt

Permanente Effekt sind solange aktiv, wie die Karte offen auf dem Spielfeld liegt. Diese Arte von Effekten muss nicht von dir angesagt (aktiviert) werden. D.h. der Effekt beginnt, sobald das Monster offen auf dem Spielfeld liegt und endet, wenn es das Spielfeld verlässt oder verdeckt wird. Beispiel für einen Permanenten Effekt: „Monster mit 2000 oder weniger ATK können keinen Angriff deklarieren“.

Zündeffekt

Der große und wichtige Unterschied zum Permanenten Effekt liegt bei Zündeffekten darin, dass du seine Aktivierung ansagen musst. Diese Effekte kannst du nur während deiner Mainphase aktivieren (Details zum Aufbau eines Spielzuges folgen). Manche Zündeffekte fordern sogenannte Kosten, wie z.B. das Zahlen von Lebenspunkten oder das Abwerfen von einer Handkarte. Kosten erkennst du daran, dass sie vor dem Effekt stehen und durch ein „;“ getrennt sind. Da du selbst entscheidest, wann du den Effekt aktivierst, dient diese Art von Effekt oftmals als Kombostarter. Beispiel für einen Zündeffekt: „Du kannst diese Karte als Tribut anbieten und dann 1 Monster auf dem Spielfeld wählen; zerstöre das gewählte Ziel.“ (rot = Kosten, blau = Zündeffekt).

Schnelleffekt

Im Prinzip sind Schnelleffekte Zündeffekte, die du auch im Spielzug deines Gegners aktivieren kannst. Dieser Effekt hat die Zaubergeschwindigkeit 2 (alle anderen Monstereffekte Zaubergeschwindigkeit 1; dazu mehr im Ruling Guide (7) – Zauber- und Fallenkarten). Als schnelle Erläuterung: Du darfst damit z.B. auf die Aktivierung eines Zündeffektes reagieren. Schnelleffekte sind dadurch extrem stark und zudem für deinen Gegner nicht vorhersehbar! Bei Schnelleffekten steht häufig die Formulierung „(Schnelleffekt):“ oder der Satz „Während des Spielzuges eines beliebigen Spielers“ voraus. Beispiel für einen Schnelleffekt: „Während des Spielzugs eines beliebigen Spielers, wenn ein Effekt aktiviert wird: Du kannst 1 Karte in deinem Friedhof wählen; beschwöre sie als Spezialbeschwörung.“

Triggereffekt

Ein Triggereffekt kann nicht jederzeit aktiviert werden. Triggereffekte aktivieren sich zu bestimmten Zeiten, z.B. „während der Standbyphase“ oder „wenn diese Karte das Spielfeld verlässt„. Du musst hierbei also besonders aufpassen und deine Karten gut kennen, so dass du den Zeitpunkt der Aktivierung nicht verpasst. Das ist nämlich ein kleiner Nachteil von Triggereffekten: Sie können ihr Timing verpassen. Beispiel für einen Triggereffekt: „Wenn diese Karte durch Kampf zerstört und auf den Friedhof gelegt wird: Wähle 1 Karte auf dem Spielfeld; zerstöre das gewählte Ziel.“

Flippeffekt

Flippeffekte sind eine Untergruppe des Triggereffektes. Sie kommen relativ selten im Spiel vor. Ein Flippeffekt ist ein Effekt, der aktiviert wird, wenn eine verdeckte Karte aufgedeckt wird. Dies kann geschehen, wenn sie als Flippbeschwörung beschworen, wenn sie angegriffen wird, während sie verdeckt ist oder wenn sie durch einen Karteneffekt aufgedeckt wird. Diese Effekte erkennst du durch das Wort „FLIPP:“ im Kartentext der Karte. Wenn du ein verdecktes Monster hast, muss dein Gegner vorsichtig sein, weil er nicht weiß, ob es einen Flippeffekt hat oder nicht. Beispiel für einen Flippeffekt: „FLIPP: Ziehe 1 Karte.“

Das sind also die Basics der Monsterkarten. Im nächsten Teil, Ruling Guide (5) – Monsterkarten Part 2 schauen wir uns an, wie man Monsterkarten beschwören kann. Seit also gespannt und schaut auch nächstes Mal wieder bei eurer Yu-Gi-Oh! Anlaufstelle Nummer 1 best-collect vorbei!

Bildquellen:

https://img.yugioh-card.com/de/gameplay/detail.php?id=789

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